GLÜCKLICH, DANKBAR, MÜDE


















Die Tage ziehen und ziehen sich und sind doch rasend schnell vorbei, der Himmel kann sich nicht entscheiden, ob er grau oder blau sein will, der Mann sitzt in der Küche und guckt dem Kind beim Gehen zu, während aus seinem Computer eine seiner merkwürdigen Zufallsplaylists kommt, eine Cellosuite von Bach, Everyday People von Sly & the Family Stone, Abdullah Ibrahim, es passt nicht zusammen und verrückterweise doch perfekt, ich liege auf dem Sofa und gucke "Zwielicht", obwohl ich ihn schon drei oder vier Mal gesehen habe, ich bin müde auf eine Weise, wie ich es zuletzt mit 18 war, wenn ich zwei Nächte durchgemacht hatte. Das Jahr sitzt mir in den Knochen. Und in jeder Zeile, jeder Bewegung, jedem Gedanken, jedem Gefühl. Zerschossene Nächte, Tage, in denen nicht viel mehr geschieht, als dass ich Fanny dabei zusehe, wie sie wächst, wie sie schläft, krabbelt, lallt, spielt, geht, weint, lacht, immer weiter, und acht gebe, dass ihr nichts dabei geschieht. Ich hatte keine Ahnung, wie viele Kanten, Ecken, Spitzen es gibt, keine Ahnung, was man alles essen kann, Papier, Lippenstifte, Nasen, und wie müde man werden kann vom Gucken und Behüten. Ich bin müde von diesem Jahr. Ich bin müde vom Glück. Nicht müde des Glücks, sondern tatsächlich müde vom Glück. Auch so eine Erkenntnis dieses Jahres, dass einen das Glücklichsein schlauchen, erschöpfen, anstrengen kann. Stimmt, denkt man, warum auch nicht, wie sollte es auch anders sein, schließlich ist Glück ja ein starker Stoff, aber man überlegt sich das ja nie, weil man Glück sonst eher nur von kleinen Dosen kannte, nicht in XXXXL-Packungen. Das Kind. Der Mann. Die Liebe. Das richtige Leben, endlich, nach all den Jahren, nach all dem Hinfallen und nie wieder Aufstehen wollen. Das komplette Programm mit Redeflashs und "Guck doch nur"-Sagen und Mitternachtstänzen mit dem Kind in dunklen Zimmern. Noch nie so viel gelacht wie in diesem Jahr. Noch nie so viel geweint wie in diesem Jahr, manchmal aus purer Erschöpfung, meistens aus Rührung. Und das Schreiben, ohne Ziel, Auftrag, Gefühlen, Impulsen, Intuitionen hinterher. Dieses Weblog hat mich sehr glücklich gemacht in diesem Jahr. Weil es ein Ort für mich war, mein Ort, meine Zweitwohnung, mein ewiger Sommer, meine Badewanne, mein Salon, mein Sandstrand, mein Ringelshirt, mein guilty pleasure. Wie verrückt, dass einen das Schreiben und Lesen so glückssatt machen kann, ich habe das bis zu diesem Jahr nicht gewusst, obwohl ich schon seit Jahren vom Schreiben lebe. Das hat auch viel mit euch zu tun, den Leserinnen. Den Freundinnen. Ich bin euch so dankbar. Für so vieles. Wenn ihr wüsstet.

Im letzten Glückspaket des Jahres ist ein Paket Links. Zu Weblogs, die mich beim Lesen, Schauen, Lesen glücklich machen:

Spruced.
Ohhh...Mhhh.
Hausbesuchswins.
Vier und Mutig.
Photisserie.
Fräulein Text.
Ms. Fisher.
Tastesheriff.
Lykkelig.
Frau Heuberg.
Halbe Sachen. 
aloveisblind.
Dorobot.
A Cup of Jo.
Bleubird.
Rockstar Diaries.
Miss Moss. 
You Are My Fave.
Solid Frog.
Chantelle Grady.
Delicious Days.
What Katie Ate.
NutriCulinary.
Into the Gloss.
Le Love.
Vague.

Und jetzt geh ich schlafen. Ich bin so müde. Danke, Glück, dass du mich umgeschmissen hast. Danke euch.

DAS BESTE GESCHENK ALLER ZEITEN

video

Das beste Geschenk aller Zeiten: Fanny beschließt Heiligabend, dass sie jetzt gehen kann.




















Das andere beste Geschenk aller Zeiten: Er hat gefragt. Und ich hab ja gesagt.

FROHES FEST!













Ich wünsche euch ein frohes, glückliches, entspanntes, verfressenes, leuchtendes Weihnachtsfest!

SELBSTGEMACHTE SCHOKOLADE


























Ach, Schokolade. Wenn sie so aussieht. Was für ein Blog, was für eine Idee. Muss ich auch machen. Wenn es nur nicht so gemein wäre, Schokolade zu machen. Der Weg ist das Ziel, heißt es. Nur nicht in der Küche, nicht beim Schokolademachen. Da ist die Schokolade das Ziel und der Weg zu ihm eine Qual. Man mag mit den Fingern in die Schüssel. Man mag sie in die flüssige Schokolade tunken, man mag sich in die Schüssel hineinlegen. Darf man alles nicht. Man muss warten, bis die geschmolzene Schokolade wieder erkaltet und fest wird. Vorher muss man sie belegen, beträufeln, bespritzen, mit flüssiger weißer Schokolade. Statt sie zu futtern, sofort, alles auf einmal. Dann muss man sie verpacken und beschriften, Schokolade mit Erdnüssen und Salzflocken, Dunkle Schokolade mit weißer Schokolade und Marshmallows, Schokolade mit Cranberries und Mandeln, Schokolade mit roten Beeren und Anis. Dann bringt man sie zur Post. Tu das nicht, sagt der Mann, der im Fernsehen gerade einen Bericht gesehen hat, in dem die Schokolade aus sechs von fünfzig Briefen verschwand, bei der Post gibt es jemanden, der sich nicht beherrschen kann. In Wahrheit will er sie nur für sich selbst. Ich auch. Fanny auch, das kleine Schokomonster. Gut, dass ich noch ein Geheimdepot habe, von dem niemand etwas weiß.

GETRAGEN
















































































Anderthalb Jahre lang war Mode etwas für andere. Nicht für mich. Ich war etwas, das wuchs. Ich war etwas mit einer Silhouette, für die es keine Mode gibt oder wenigstens nicht viel. Ich hatte einen Körper, der nicht aufhörte, sich auszudehnen. Es war großartig. Die Beule war schließlich mein Kind. Ein bisschen Sehnsucht hatte ich trotzdem. Sehnsucht nach etwas, das keinen Gummibund hat. Sehnsucht, meine Sachen zu tragen. Sehnsucht nach meinem Ringelshirt, nach meiner Rüstung gegen schlechte Tage. Wie wichtig so ein T-Shirt plötzlich wird, bloß weil es nicht mehr passt. Ich erinnere mich noch an den ersten Tag, an dem ich es endlich wieder anziehen konnte, ein vernieselter Pariser Tag im August. Am nächsten Tag ging ich zu Printemps und kaufte mir diese blaue Jacke, ohne schlechtes Gewissen und ohne Zögern, ganz untypisch für mich. Auch aus Paris: die beigen Boots, die ich kaum mehr ausgezogen habe. Auch weil sie ein Geschenk sind. Und die Wildledertasche, nicht gesucht, aber gefunden, butterweich, groß genug für Fannys Windeln und mein Leben, das Innenfutter ist dunkelblau mit weißen Sternen. Das letzte halbe Jahr hat ihr ein paar Flecken zugefügt und ein paar Schrammen, Fanny hat sie ungefähr 5000 Mal aus- und wieder eingepackt und reingebissen, so mag ich sie sogar noch mehr. In den Sandalen habe ich den Sommer verbracht, sie sind mit mir am Strand von Mallorca spazieren gegangen und über die Champs Elysee. Vielleicht bin ich deshalb so verknallt in sie: weil sie mich durch den besten Sommer meines Lebens getragen haben. Der Duft: Chloé. Schon seit Jahren. Weil er nach großen Ferien riecht. Die Uhr: Auch schon seit Jahren. Ich mag, wie schwer und unkaputtbar sie ist. Ich mag, dass sie aussieht wie eine Männeruhr. Und schließlich der Schal, erst ein paar Wochen alt, mein Mittelfinger gegen den Berliner Winter. 

DAS GLÜCKSPAKET ZUM WOCHENENDE


























Ah, Weihnachtsferien. Der letzte Text ist geschrieben, alle Weihnachtsgeschenke besorgt, jetzt will ich ehrlich nur noch: umfallen. Rumliegen. Tee aus meiner Lieblingskanne trinken (was ist das eigentlich nur mit Lieblingskannen, der Tee ist ja jedes Mal derselbe, trotzdem könnte ich schwören, dass er nur aus dieser Kanne wirklich gut schmeckt). In meinem Pyjama wohnen (der in meiner Vorstellung aus Seide ist und Punkte hat wie dieser hier). Unentwegt "A Very She & Him Christmas" von der unglaublichen Zooey Deschanel hören, zugeschickt von der mindestens genauso unglaublichen Silke, und das ist eher eine Untertreibung. Falls ich mir einen Film anschaue, wird es ziemlich sicher "Tatsächlich...Liebe" sein, der einzige Weihnachtsfilm, den auch der Mann liebt (okay, außer "Bad Santa"). Bevor ich umfalle, backe ich noch Kekse, Höhlenfutter, Erdnuss-Schokoladen-Zimt-Cookies von Martha Stewart, zusammen mit Kati, die ich so unheimlich gerne mag, sie in München, ich in Berlin, gemeinsames Fernbacken.

Erkenntnisse der letzten Woche:

Man kann auch zu viel über Dinge nachdenken.

Ich liebe Fenchelsuppe.

Ich stehe doch auf Castingshows.

Es gibt Geschenke, die so schön sind, dass sie einem das Herz umdrehen. Meines hat sich diese Woche so oft gedreht, dass es gar nicht mehr weiß, wo oben und unten ist, ich danke dir so sehr, A.

Drei Wochen ohne Marlene sind drei Wochen zuviel. (Viel Spaß in Australien!).

Ich muss wieder mehr lesen. Und Musik hören. Und schlafen. Und rausfinden, wie das zusammen geht.

Ein schönes Wochenende! (Aber nicht ohne Steffi, die hoffentlich bald wieder ganz gesund ist!).

EIN PAAR DINGE, DIE MIR GUTE LAUNE MACHEN
















Cocos Foodblog "Roost - A Simple Life".

Dieses Video (auch wenn es nur eine Vorschau ist).


















































Mein neuer Mitbewohner.




































Dieses Kleid.































Dieser Spruch. Mal so für den Hinterkopf. Via Bodie and Fou. 

Fleur de Sel  Caramels.

Dieser Trailer. Und dieser.

Zu überlegen, was ich am Donnerstag backe. Und am Freitag (mit Kati & Sam). Und am Samstag. Dann beginnen nämlich die Weihnachtsferien und das muss gebacken werden.

Mein kleines großes Mädchen läuft. Sie LÄUFT. (Dass das immer noch mehr werden kann mit der Liebe, jeden Tag).

GESCHENKE, GESCHENKE: FÜR KLEINE KINDER




















































1. Als Kind habe ich sie geliebt, jetzt bekommt Fanny sie zu Weihnachten: Eine Babushka-Puppe mit sechs Tieren von "Die Schatzinsel" (24 Euro).
2. "Sophie La Girafe" habe ich zum ersten Mal bei Fannys kleiner Freundin Klara gesehen. Weil Fanny sich so schwer trennen konnte, bekommt sie jetzt ihre eigene Giraffe von "Die Schatzinsel" (15,99 Euro).
3. Tolle Idee: die Schwestern Bolette und Louise Blaedel aus Dänemark haben sich Kindermöbel zum Rumtoben ausgedacht. Ich mag diesen Wal. Und ich mag das Krokodil. Nicht ganz so gern mag ich die Preise der "Bobles Tumbling Animals" von d.nik (119  und 89 Euro). 
4. Ein roter Schaukelelch. Mehr muss man dazu nicht sagen. Von Ikea (29,99 Euro).
5. Die "Wilde Hummel" hat Fanny von Marlene zum Geburtstag bekommen. Liebe auf den ersten Blick. Von Brio über Amazon (14,98 Euro).
6. Ein Kinderteller mit Gesicht. Was für ein Spaß. Von Amazon (15,30 Euro).

MARLENES STILKOLUMNE










Das sind meine Ugg Boots. Ehrlich, ich wollte nicht, dass es je soweit kommt. Aber es ging nicht anders. Der Winter vor drei Jahren war zu hart, meine Füße waren zu kalt und sahen Uggs nicht doch irgendwie okay aus? Und wenn schon nicht okay, dann wenigstens warm? Ich probierte sie im Laden an. Sie waren sogar sehr warm. So warm, dass sich meine Füße anfühlten wie kleine Öfen. Außerdem waren sie herrlich bequem. Vielleicht würde es niemandem auffallen, wenn ich sie trug...

Als ich am nächsten Tag damit ins Büro kam, rollte die Modekollegin ihren Stuhl zu meinem Schreibtisch, warf einen Blick auf meine Füße und zischte: "Verräterin."

Sie hatte natürlich Recht. Ugg Boots sind für Schuhwerk, was Anoraks für Oberbekleidung sind. Unförmig. Unelegant. Der Untergang für jedes Outfit. Ich sehe darin aus wie ein Babyelefant. Ich laufe darin auch wie ein Babyelefant. Sobald ich die Uggs im Winter aus ihrem Karton hole, habe ich das Gefühl, meine anderen Schuhe gucken mich vorwurfsvoll an und sagen: Die? DIESE Stiefel? Willst du uns beleidigen?

Nichts wäre mir lieber, als endlich Stiefel zu finden, die genau so warm und bequem sind, dabei aber sensationell aussehen. Ich habe die letzten drei Winter nach solchen Stiefeln gesucht. Vergeblich. Eine Bekannte von mir hat den Kompromiss geschlossen, ihre Uggs nur drinnen zu tragen. Gute Idee - wenn ich es einrichten könnte, von November bis April nicht vor die Tür zu gehen.

Dieses Jahr versuche ich es mit einer anderen Taktik: ich fliege für fast vier Wochen nach Australien, wo die Dinger herkommen - und wo interessanterweise kaum einer die Dinger trägt. Fanny werde ich allerdings Uggs mitbringen. An Kindern finde ich sie nämlich entzückend.

Da es etwas ins Geld gehen würde, jedes Jahr im Winter nach Australien zu fliehen, meine Frage an euch: in welchen Schuhen kommt ihr durch den Winter?

Wenn ihr sagt "Mukluks", schrei ich. 

Marlene

EIN GLÜCKSPAKET FÜR UGANDA UND EINE BITTE



Ich war schon mal besser drauf. Die letzten drei Tage war ich krank, müde, nölig und bin knietief in Selbstmitleid versunken, herrje, ist das alles gerade anstrengend und superdramatisch. Bis ich eine Email von einem Kollegen bekam. Er kenne da eine Gruppe von Berliner Medizinern, die in Uganda eine Schule für Waisen unterstütze, schrieb er. Man könne Patenschaften für die Schüler übernehmen, mit denen Lehrmaterial, Kleidung und Essen bezahlt werde, für die meisten Kinder sei dieses Essen die einzige Mahlzeit am Tag. Auf meine Frage, worum genau es da geht, habe ich heute eine lange Email von Frau Theuring vom Institut für Tropenmedizin an der Berliner Charité bekommen – eine, nach der ich mich gründlich für mein Selbstmitleid geschämt habe.

Rose Kabasinguzi, eine ehemalige ugandische Mitarbeiterin im HIV-Forschungsprojekt des Instituts für Tropenmedizin, hat ein Kinderhaus mit dem Namen „Sky is the Limit Integrated Children´s Center“ gegründet. In der Fort Portal-Region in West-Uganda gibt es viele Kinder, die keine Familien haben und auf der Straße leben, viele von ihnen AIDS-Waisen. In keinem anderen Land der Welt gibt es so viele AIDS-Waisen wie in Uganda, um die 1,2 Millionen. Und die staatlichen Netze sind zu weitmaschig, um diese Kinder auffangen zu können. Das „Sky is the Limit Integrated Children´s Center“ will sich der AIDS-Waisen in der Region annehmen, ihnen medizinische Grundversorgung, Nahrung, Unterkunft und Fürsoge und in der eigens gegründeten Schule auch eine Ausbildung bieten. Die Grundschule ermöglicht derzeit etwa 160 Kindern den Schulbesuch, 70 Kinder besuchen den Kindergarten, etwa 40 Waisenkinder leben im „Children´s Center“. Um noch mehr Kinder aufnehmen und ihre Versorgung dauerhaft verbessern zu können, wurde im Jahr 2008 mit dem Bau eines Wohngebäudes begonnen, das aus Geldmangel bisher jedoch nicht fertig gestellt werden konnte.

Wenn Euch das so beeindruckt wie mich und Ihr gerne helfen möchtet: Außer durch freie Spenden kann man die Kinder auch durch Patenschaften unterstützen, um ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen. Das Spendengeld geht zur 100 Prozent direkt an das Projekt und die Kinder.

Wer gerne spenden möchte (und auch kleine Beträge helfen) kann das hier tun:

Empfänger: Msaada e.V. Konto: 3056287 BLZ: 83094495 (Ethikbank)
Verwendungszweck: Institut für Tropenmedizin, „Sky is the limit“

Wer wie ich gerne eine Patenschaft übernehmen möchte, die im Monat etwa 15 Euro kostet, schreibt mir bitte eine Email an: postanslomo(at)googlemail(dot)com, ich leite sie ans Institut für Tropenmedizin weiter. 15 Euro im Monat. Vielleicht kann man nicht die Welt verbessern, aber ein paar Leben, oder?

Vielen Dank für Eure Unterstützung.
Okka

PS: Und schaut doch mal bei Steffi vorbei, die hat wieder ein schönes Glückspaket fürs Wochenende geschnürt.

HELLO DARKNESS, MY OLD FRIEND - MIXTAPE NO.1




























Her - EELS
Most of the Time - SOPHIE ZELMANI
First Day of My Life - BRIGHT EYES
Little Sister (Acoustic) - JEAN-PHILIPPE VERDIN
Let´s Get Lost - ELLIOTT SMITH
Amen Omen - BEN HARPER
Vanderlyle Crybaby Geeks - THE NATIONAL
Rome - Neighbours with Devendra Banhart Remix - PHOENIX
Another World - ANTONY & THE JOHNSONS
La Cienega Just Smiled - RYAN ADAMS
Faded from the Winter - IRON & WINE
Melancholie - GISBERT ZU KNYPHAUSEN

Ein Mixtape für Abende wie diesen. Hier anzuhören.

Foto: Achim Multhaupt. Die gesamte, außerordentlich wundervolle Nacht-Serie von Achim Multhaupt gibt es übrigens hier zu sehen.

HAPPY NIKOLAUS!
































Ein bisschen melancholisch heute. Nichts Schlimmes, kleine Winterschwere und großes Verlangen auf Badewanne, Bett und ein paar Filme. Aber auch: glücklich heute. Weil ich eben Romys Glückspaket aufgemacht habe und mich so unendlich auf ihr Lieblingsbuch und ihren Lieblingsfilm und Schokolade und schwedische Handcreme und Sauerkirschspitzen freue und, ach, es hört gar nicht auf. (Dieses Lypsyl ist ein Knaller, Romy, ich fürchte, das wird eine große Liebe). Was für ein unglaubliches Paket. Mit wieviel Liebe gepackt und ausgedacht und verschickt. Liebe Romy, ich danke dir von Herzen. Mir ist ganz warm nach dem Auspacken. Und dann ist da auch noch ein Paket vom Tastesheriff, einfach so, ich kann es kaum glauben. Ach, C. Ach, danke. Und das Nikolauspaket von Rosie Grey, ich habs schon gestern aufgemacht, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Und es macht heute immer noch glücklich. Die Melancholie ist schon ganz beleidigt, dass sich überhaupt niemand mehr für sie interessiert.

Habt ihr schon ausgepackt? Und einen schönen Nikolaus? Oder glückliche Melancholie?

PS: Ach, Meike, das ist ja gleich noch einmal Bescherung. Auch dafür danke.

FOOD-PORN





















S´Meaches von Claire Thomas (1). How to Make Nut Milk von My New Roots (2). Beet Cake von Tiger in a Jar (3). Ribboned Asparagus Salad von Tiger in a Jar (4). Millefeuille Fruits Rouges von Griottes (5). Apple Galette von Rachelchew (6). Stop-Motion Biscuit Cake von Alan Travers (7).

STILKOLUMNE





















































Jedes Jahr um diese Zeit wünsche ich mir, ich wäre jemand, der im Oktober schon alle Geschenke kauft, pünktlich zum 1. Dezember die Wohnung festlich geschmückt hat und auf einer stilvoll arrangierten Weihnachtsfeier selbstgemachte Kekse und Punch serviert. Denn jedes Jahr um diese Zeit fällt mir auf, dass in ungefähr zwei Sekunden Weihnachten ist und ich mal wieder nichts von alldem geschafft habe. 

Da mein Wunsch vermutlich hoffnungslos ist und ich in der Zeit vor Weihnachten für immer die Frau sein werde, die euch im Kaufhaus auf dem Weg zur letzten Rolle Geschenkpapier beiseite stößt, habe ich mir überlegt: Ich entspann mich jetzt mal und verbringe den Sonntagnachmittag nicht damit, furchtbar effektiv und kreativ sein zu wollen, sondern damit, meine Wunschliste zu schreiben.

Dabei habe ich dann auch ein paar Sachen gefunden, die ich selbst verschenken werde. He, ich bin plötzlich doch in Weihnachtsstimmung...

1. Contax Tvs III. Weniger Weihnachtswunsch als Wenn-ich-mal-im-Lotto-gewinne-erfülle-ich-mir-diesen-Wunsch-selbst. Eine unglaublich tolle Kamera, die unglaublich teuer ist.

2. Die bestickten T-Shirts von Maison Labiche (via Colette) würde ich alle nehmen, aber am liebsten das mit dem Schriftzug "be bop a lula" (oder doch das mit "elvis"? mhm...)

3. Die Illustrationen von Sarah Illenberger sind so großartig, dass ich jede davon kaufen könnte und zum Glück gibt es viele davon als Fine Art Prints. Die "Granate" hängt in meinen Gedanken schon über unserem Küchentisch.

4. Lack. Schwarz. Louboutin. Dankeschön.

5. Kein Geschenktipp von mir, sondern von Gwyneth Paltrow (oder von wem auch immer, der ihren Newsletter schreibt): ein Filz-Badge von Best Made Company, das ich heimlich in ein Hemd von meinem Mann nähen werde.

6. Wenn jede Frau ein kleines Schwarzes im Kleiderschrank braucht, dann brauche ich ganz sicher dieses von Acne.

7. Eine neue Lederjacke brauche ich nicht. Aber, Himmel, ist sie schön. Von Allsaints.

8. Kennen wir uns eigentlich schon gut genug, um euch meine unerklärliche Liebe zu Bruce Springsteen zu gestehen? Aber was heißt unerklärlich. Schaut euch den Mann doch an! Nächstes Jahr kommt er für drei Konzerte nach Deutschland und ich habe mir vorgenommen, bei einem davon in der ersten Reihe zu stehen - mit meinem Papa, dem ich meine Liebe zu amerikanischem Gitarrenrock zu verdanken hab.

9. Wir verreisen dieses Jahr zu Weihnachten und eigentlich ist im Koffer kein Platz für Geschenke. Aber vielleicht am Koffer? Anhänger von Cos.

10. Roter Nagellack geht immer und macht mir gleich bessere Laune. Gleich eleganter seh ich mit einem puderfarbenen Lack aus. Bilde ich mit wenigstens ein. La Laque von YSL. 

11. "Metals" von Feist. Schön.

Marlene

DAS GLÜCKSPAKET ZUM WOCHENENDE






































Mein Wochenende wird gemütlich. Sehr gemütlich. Ich bin müde und ziemlich alle von der Woche, deswegen freu ich mich auf zwei Tage auf dem Sofa. Jogginghose, ein paar Filme, Fußball, Bratäpfel und Kekse.

Endlich lesen möchte ich: Das "Sweet Paul"-Weihnachtsheft. "Artig und Fein" von Sodapop und Birdyblue. Das Rue-Magazine. Und Lonny.

Endlich schreiben möchte ich: meinen Wunschzettel. Wunsch eins: ein Print aus der Photisserie-Edition. Die machen schon beim Ansehen glücklich (und hungrig) und ich muss mich sehr zusammenreißen, nicht sofort ALLE zu bestellen. Guckt doch nur mal die Pfefferminz-Fliege an. Und den Apfel-Korken. Und die Mandelflamme.

Oder geh ich doch zum Holy Shit Shopping?

Oder guck mir die "Fashion Food"-Ausstellung im Museum für Kommunikation an (danke für den Tipp, Jean-Yves)? Sehr gerne ansehen möchte ich mir auch Taryn Simons "A Living Man Declared Dead and Other Chapters" in der Neuen Nationalgalerie - aber vielleicht erst, wenn ich ein bisschen ausgeschlafener bin.

Das wunderbare "Don´t bring me down" habe ich übrigens auf dem Blog der amerikanischen Illustratorin Danielle Kroll gefunden. Und weil sie mir mit ihren Bildern trotz Migräne so gute Laune gemacht hat, darf sie in diesem Glückspaket nicht fehlen. Genau wie Steffi, die mir mit "Ohhh...Mhhh..." so oft meine Morgenmuffeligkeit vertreibt.

Habt ihr schöne Pläne? Und vielleicht einen guten Film-Tipp für mich?
Ein schönes, entspanntes Wochenende!























































































Alle Illustrationen von Danielle Kroll

SCHNEEMÄNNER AM STIEL UND EIN TÜRCHEN BEI SO LEB ICH


























Wie ich mich auf diesen Tag gefreut habe. Ich liebe Adventskalender, schon seit meiner Kindheit. Eben hat Fanny ihr erstes Tütchen geöffnet (ein Pixie-Buch, yeah!). Und noch ein Türchen öffnet sich heute und ich bin irre aufgeregt: Vor einer Weile hat mich Claire von der Wohn-Community "Solebich.de" gefragt, ob ich nicht Lust hätte, beim großen Adventskalender mitzumachen. Die Idee hatte ich schon länger, aber irgendwie hab ich mich nicht getraut: Schneemänner am Stiel, Cake-Pops mit Mütze, ist das nicht total kompliziert? Ich hätte es ja auch nicht gedacht, aber: nein, überhaupt nicht. Nicht mal für Grob-Motoriker wie mich. Und es vertreibt die Zeit bis zum ersten Schnee und macht nicht mal kalte Hände. Zum Rezept bitte hier entlang. Und was war hinter eurem ersten Türchen?
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